Bochums erstes „Ghost Bike“ in Wattenscheid aufgestellt

Lange Zeit gab es in Bochum keine Unfälle mehr, in denen Radfahrer ums Leben kamen. In den letzten Monaten gab es allerdings eine Reihe von Unfällen mit Schwerverletzten, und im August wurde in Bochum-Wattenscheid (Bahnhofstraße, Auffahrt zur A40 Richtung Essen) ein Radfahrer von einem abbiegenden LKW überrollt; er starb noch am Unfallort (die WAZ berichtete).

UrbanRadeling und der ADFC Bochum nahmen dies zum Anlass, in der Nähe des Unfallortes Bochums erstes „Ghost Bike“ aufzustellen, um dem getöteten Radfahrer zu gedenken und die Vorbeifahrenden zu erhöhter Vorsicht gegenüber Radfahrern aufzurufen. Neunzehn Radfahrer kamen zusammen, um gemeinsam zum Unfallort zu fahren, an dem weiß angesprühten Rad inne zu halten und Lichter zu entzünden. Mit den zuständigen städtischen Ämtern wurde der Ort für das Aufstellen des Ghost Bike abgestimmt, damit es nicht als „Schrottrad“ o.ä. entfernt wird.

Klaus Kuliga, Vorsitzender des ADFC, machte in der WAZ noch einmal auf die besonderen Gefahren von Bordsteinradwegen beim Rechtsabbiegen und auf die immer noch fehlenden, unzureichenden oder schlicht gefährlichen Radverkehrsanlagen an Bochums Hauptverkehrsstraßen aufmerksam (Link zum Artikel).

Nachtrag: Am darauffolgenden Donnerstag erschien im Wattenscheider Lokalteil der WAZ noch ein längerer Bericht über die Aktion.

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